13.3.17

Ocean Eight Pinot Noir 2010, Mornington Peninsula



It's been quite a drought around here, right?! What an outrageously lazy period without Pinots from distant places or other mildly extraordinary wines from regions somewhere around the globe. More than a months?! Really!? I hardly can look in the mirror! For the future I do vow not to give in such to sluggishness again … I hope ...
To make up for this ignominy I'd like to send my tongue all the way down to Australia onto the beautifully scenic Mornington Peninsula south east of Melbourne. Well, at least I think it was scenic. I've only been there once. Then, well intoxicated with a horrific hangover induced by cheap Shiraz based fizz and shaken by a bumpy and awkwardly chatty minibus ride down a coastal road. Both of which might have blured my memory a bit. In short, I wasn't well … at all. Not to mention the subsequent ferry ride across the bay ... Anyway, I digress! As always! The frequent reader probably got used to my constantly deviating thought processes. Back to the matter on tongue! Today's Pinot from the vintage 2010 was produced by Michael Aylward from Ocean Eight vineyard & winery in Shorehame on the south-east coast of the peninsula. Michael started his winery in 2004 were he and his team cultivate varieties such as Pinot Noir, Chardonnay and even some Pinot Gris. Mornington Peninsula. The vines for today's Pinot were palanted in 1999 and standing on up to 65 meter high sandy loam vineyards facing north-west. The grapes were picked by hand and underwent fermentaion froid for a respectable long period of four to six weeks. Useing natural yeasts ... of course. After that it was aged for about 12 months in 15% new barriques and three to four year old 500 litre barrels. So let's give it a go ...


1.2.17

Mouton Noir Lieu-Dit Pinot Noir 2011, Willamette Valley



Aufgrund einer in dieser Jahreszeit häufig auftretender Heimsuchung bin ich momentan dazu verdammt eher über Wein zu schreiben als ihn eigentlich zu trinken. Naja, es könnte mich sicherlich schlimmer treffen, zumal es bei dem heutigen Wein visuell äußerst amüsant zugehen dürfte (seht selbst auf dem Foto ;-)). Endlich hat es meine Zunge mal wieder nach Oregon für etwas „Pinot weit weg“ verschlagen. Seit 2007 produziert der in den Vereinigten Staaten recht berühmte Sommelier André Hueston Mack unter dem Label Mouton Noir (sein eigener recht zwiespältiger Spitznahme) unterschiedliche Weine aus verschiedenen Regionen in Oregon und mittlerweile sogar Washington. Die Karriere des gebürtigen New Yorkers entwickelte sich so, wie man sie wahrscheinlich nur in den USA durchleben kann. Sein Weg vom Investmentbanker hin zum Chefsommelier in Thomas Keller's The French Laundary in Napa und weiter zum Grafikdesigner mutet ungewöhnlich erfrischend an. Aber jetzt zum Wein. Beim Lieu-Dit von der Garage-d'Or handelt es sich um den Mittelklasse-Pinot von Mouton Noir. Sein Traubengut stammt aus der ältesten Lage die Mouton-Noir in Oregon zur Verfügung steht. Und ausgebaut wurde er in gebrauchten französischen Barriques. Mal sehen wie er sich so gemacht hat ….

1.1.17

Happy New Year and Marie-Courtin Résonance Champagner Extra Brut, Aube




HAPPY NEW YEAR EVERYBODY!!!


Well, as you can see for yourselves … a bit dull this time, right? Just Champagne? Nothing weird? Nothing exotic? Can't I don better? Cause I could! Sometimes I just have to surrender to my inherent laziness ... to have something really good, I guess! And by the way this stuff wasn't that dull at all!!!  I just love this Marie-Courtin shit! Not just this Extra Brut Résonace made from 100% Pinot Noir without sugary dosage. I love all the others as well! Even the Blanc de Blanc stuff ... which I am normally not so much into! Yesterday the Résonace showed a very vital and almost sturdy mousse. I must have got myself a recently disgorged bottle. The nose appeared very filigree, nicely accentuated, mostly flowery, however very well equippted with some shy brioche, a whiff of ginger and fragrances which reminded me of mild almond stollen.The fruitful components appeard more yellow citrus'y and packed with red apples. Pretty much the same sensations on the palate. Can't elaborate more properly ... hangover issues, I guess. Anyway, everything was very lean, a hint too juvenile zippy, nevertheless quite seductive and downright zero-dosage-style resolute. Plenty of very crisp and smile-inducing Pinot characteristics, too. Hellishly vivid acid (in a downright positive sense), overall quite elegant and even a bit elevating (sorry for my unusual pathos)! Again, very resolute, vitalizing, very clear, very precise, super crisp and totally sans make-up! Doubtlessly a very decent ***** start into the new year! Let's hope it will be better! At least the starting fizz was much better ...

29.12.16

Casal Sta. Maria Pinot Noir 2011, Lisboa



Ich bin schwer der Annahme verfallen, dass die wenigsten von uns, sofern wir es überhaupt soweit schaffen sollten, nicht die Absicht hegen mit 96 Jahren ein Weingut gründen zu wollen bzw. ein Weingut aus dem Dornröschenschlaf erwecken zu wollen. So, oder in etwa so, hat es sich im Jahr 2006 zugetragen, als Baron Bodo von Bruemmer die Adega Casal Santa Maria gründete. Von Bruemmer ist 1911 als Nachfahre deutscher Aristokraten im russischen Zarenreich zur Welt gekommen, nach der Oktoberrevolution in Deutschland und vornehmlich der Schweiz aufgewachsen und aus gesundheitlichen Gründen in den 1960er Jahren in die westlich von Lissabon gelegenen Region Colares übergesiedelt. Dort angekommen fing er zunächst an Araberpferde zu züchten. Mit großem Erfolg! Nach einer schweren (und gut überstandenen) Operation im Jahr 2006 entschloss er sich, bzw. erpendelte er sich (so wird es zumindest kolportiert), ins produzierende Wein-Business einzusteigen. Seitdem produziert er unter Mithilfe seinen Winemakers António Figueiredo aus drei kleinen Weingärten in der vom kühlenden Atlantikklima geprägten Region Colares Weine aus Ramisco, Malvasia, Arinto, Chardonnay … und natürlich Pinot Noir! Vor eingen Wochen ist von Bruemmer 105jährig von uns gegangen. Anlass genug ihm zu Ehren meinen ersten portugiesischen Pinot Noir überhaupt zu verkosten. 

25.12.16

Merry Christmas Everybody ....



MERRY CHRISTMAS EVERYBODY .... I know, I know it is getting a bit boring. Always Baby Jesus Pinot ... and always the same vintage. It is the best match after all, I guess. This bottle was a bit more mature and more earthy. It probably spent too much time of his life in the wine-shop (recent re-buy). Still very decent ***** Pinot!

14.12.16

Gary Farrell Wines Russian River Valley Selection Pinot Noir 2007, Russian River Valley




Bin ich froh, dass Gary Farrell sein eigenes Weingut, welches dazu noch seinen Namen trägt, im Jahr 2006 hinter sich gelassen hat, und sich seitdem seinem Weingut Alysian widmet. Froh warum? Nun, somit bleibt es mir erspart an einem neulich getrunkenen Produkt dieser kalifornischen Pinot Legende - welche unter anderem in der Vergangenheit mit Leuten wie Joe Rochioli, Tom Dehlinger und Robert Stemmler zusammenarbeitete – herumnörgeln zu müssen. Dieser neulich getrunkene Gary Farrell Russian River Selection 2007 machte es mir schwer: Schwer, eine bzw. seine Mitte zu erschmecken! Schwer, seine einst vorhandene Klasse zu erahnen – wenn diese jemals vorhanden war! Schwer, die gebotenen Konzentration beim Verkosten über Tage hinweg aufrechtzuerhalten. Kurz und knapp: die Verkostung dieses „Pinot weit weg“ war kein Vergnügen! Um so mehr freue ich mich auf meinen nächsten Pinot von Alysian. Ich bin mir sehr sicher, dass dieser die entstandenen "Wunden" heilen dürfte ...

24.11.16

Bénédicte & Stéphane Tissot Pinot Noir En Barberon 2014, Cote du Jura




Endlich hat meine Zunge ihren Weg gen Süden aufgenommen! Und das sogar fast ohne weitere Enttäuschungen verkraften zu müssen. Ihr Thema ist es immer noch das selbige. Den Wunsch ein paar weitere exo-burgundische Pinot Noirs aus Frankreich für sich entdecken zu wollen. Endlich ist sie im Jura! Also in der mittlerweile fast schon hippen Region, die man erreicht wenn man von Beaune gen Osten in ein fast menschenfreies Gebiet entlang der Schweizer Grenze vorstößt. Gleich der zweite meiner verkosteten Pinost, den ersten lasse ich fairer halber mal unerwähnt da dieser eher gen einfältiger, ausgekühlter Würzsuppe neigte, war ein richtiger Treffer! Des Treffer's Name war En Barberon, Pinot Noir, aus 2014, von Bénédicte und Stéphane Tissot ... einem zugegeben nicht ganz unbekannten Weingut aus Montigny-les-Arsures. Gewachsen sind die im Schnitt 40 Jahre alten Reben in der 1,8 ha kleinen Lage „En Barberon“ in welcher kargen Kalkmergelböden vorherrschen. Die Bewirtschaftung des Weinbergs läuft schon seit 2003 nach biodynamischen Richtlinien (Demeter) ab. Die Trauben für den En Barberon wurden zu etwa 40 % entrappt. Vergoren, natürlich spontan, wurde der Wein für mehrere Wochen in großen Eichenholzcuves um anschließend in mehrheitlich gebrauchten großen Holzfässern ausgebaut zu werden.


23.11.16

Calichardication



In den letzten Wochen habe ich meine Zunge vermehrt über den großen Teich ausgesendet um ein paar kalifornische Chardonnay zu verkosten. Um genauer zu sein habe zwei jugendliche Einstiegsweine aus 2013 und zwei reifere Schlachtrösser aus 2007 verkostet. Geographisch ging es recht gemischt zu: Napa, Santa Cruz und Santa Barbara waren die Ziele. Ach ja! Eins noch vorab. Von Vergleichen mit Weinen aus dem Burgund halte ich herzlich wenig. Auch bei dieser Post würde ich Zuschreibungen wie Santa Barbara Meursault oder Ähnliches eher mit einem virtuellen Augenrollen quittieren. Ich bitte um Verständnis. Genug dem heute endlich mal kurzem Vorgeplänkel ...